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1801-1900

by admin — last modified 08.02.2005 00:14 Uhr

Chronologie der Berger Schulwesens in der Zeit von 1801-1900

1801 Errichtung eines eigenen Schulhauses im Stift Börstel; das Schulzimmer im Küsterhaus reichte wegen des Zuzuges von Heuerleuten nicht mehr aus.
1820 Gründung einer Privatschule in Berge durch mehrere Einwohner, die ihren Kindern eine gründlichere Ausbildung als sie an der evangelischen Nebenschule geboten wurde, sichern wollten. Der Unterricht wurde von Privatlehrern erteilt und fand in den ersten fünfzig Jahren an verschiedenen Stellen statt (u.a. in der alten Apotheke, bei Ahaus, im Harbecke-schen Saale). Die Schulaufsicht führte der jeweilige evangelische Pastor, der auch den Lateinunterricht erteilte. Errichtung der katholischen Schule in Hekese (Lehrer Janning).
1833 Neubau eines Schulhauses in Grafeld. In den Jahren 1838-1847 besuchten 86 bis 106 Kinder die Schule in Grafeld, 1858 z. Zt. des Lehrers Hermann Janning waren es 65.
1847 Evangelische Nebenschule (um 1840 von 180 Kindern besucht)
erhielt nach mehrjährigen Bemühungen und gegen den Willen des Lehrers Sandhaus (Kaufmann und seit 1801 Nachfolger des Lehrers Lehners) eine zweite Klasse. Der Seminarist Flohr wurde zum Gehilfen ernannt.
1858 Evangelische Schule erhält ein neues Schulhaus mit zwei Klassenräumen am evangelischen Kirchhof (später Schwesternstation, heute Gemeindehaus). Lehrer war seit 1855 der von der Privatschule übergewechselte Funke, sein Gehilfe Brockhöft.
1871 Interessengemeinschaft für die Privatschule Berge (17 Aktionäre) errichtete ein zweiklassiges Schulgebäude an der Hauptstraße (heute Grundstück Malermeister Hartmann) nebst Lehrerwohnung.
1874 Die zweite Lehrerstelle (bis dahin „Gehilfen") für die evangelische Schule wurde genehmigt. Lehrer Wallis als zweiter Lehrer eingestellt.
In den Jahren zwischen 1871 bis 1880, der Zeit des Kulturkampfes des preußischen Staates (Bismarck) gegen die Katholische Kirche, wird auch die Bindung zwischen Schule und Kirche gelöst. Im Hochstift Osnabrück war der „Landesvater", seit 1648 abwechselnd ein katholischer Bischof und evangelischer Fürst (Bischof), die oberste Schulbehörde, wobei die evangelischen Schulangelegenheiten einem sogenannten Konsistorium übertragen waren. Nun wurde die Schulaufsicht den Kirchen entzogen (durch Gesetz vom 11.3. 1872) und anstelle der kirchlichen Ämter übten nun die Schulinspektoren der königlichpreußischen Regierung in Osnabrück ab 1885 dieses Amt aus.
1886 An der evangelischen Stiftsschule Börstel löste Lehrer Grewe die seit 1734 unterrichtenden Lehrer der Familie Funke ab. (1857 hatte man in Börstel 29 Kinder, davon 9 aus Grafeld, gezählt.)
1890 An der evangelischen Schule wurde eine dritte Klasse eingerichtet.
1894 Einrichtung einer zweiten Klasse an der katholischen Schule; sie mußte zunächst in der Werkstatt des Malers Sievers in der Tempelstraße untergebracht werden, während die erste Klasse noch im Fachwerkgebäude (Speicher) auf dem katholischen Kirchhof unterrichtet wurde.
1898 Der Neubau für die katholische Schule an der Straße nach Anten wurde seiner Bestimmung übergeben - zwei Klassenräume und Lehrerwohnungen (später Mittelschule, heute Nebengebäude der Haupt- und Realschule Berge). Als Lehrer unterrichteten in dieser Zeit Leopold Rink seit 1889 und Johannes Meyer ab 1903.
Die Vorgänger dieser Lehrer waren: Menke (um 1815) Meyer (1836) Carl Hausfeld (1841-1889) Franz Schulhoff (Aug.-Nov. 1889).
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