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Zum Abschluss

by admin — last modified 08.02.2005 00:14 Uhr
Zum Abschluß dieser nur knappen Ausführungen über die Entwicklung des Schulwesens in der Gemeinde Berge soll noch ein Überblick über den Stand der einzelnen Schulen (nach der Statistik vom Februar 1986) gegeben werden:

Stand 1986 Schüler Klassen Lehrkr.
Evangelische Grundschule Berge 53 4 4
Schulleiter: Udo Hafferkamp
Katholische Grundschule Berge 56 4 5
Schulleiterin: Hanna Niemann
Grundschule Grafeld 42 3 3
Schulleiterin: Ruth Hoffmann zu Höne
Haupt- und Realschule Berge 294 14 25
Schulleiter: Dietrich Speth, RR
stellv. Schulleiterin Ulrike Hackmann

Der Einzugsbereich der Haupt- und Realschule Berge erstreckt sich als Regelschule für diesen Raum über das gesamte Gebiet der Samtgemeinde Fürstenau und über die schon unter der Jahreszahl 1976 genannten Ortsteile der Gemeinde Menslage.
Die Schülerzahlen der Haupt- und Realschule übertrafen bisher in jedem Jahr die Vorausberechnungen, die vor der Zusammenlegung angestellt wurden. Diese für Berge erfreuliche Entwicklung hat aber auch zur Folge, daß der für diese Schule zur Verfügung stehende Schulraum heute nicht mehr ausreicht. So müssen Fachräume als Klassenräume genutzt werden, und es fehlt an Nebenräumen für unterschiedliche Zwecke. Die vom Schulträger, der Samtgemeinde Fürstenau, geplanten Bauvorhaben, der Anbau einer Lehrküche an das Hauptgebäude am Sonnenberg (geplant 1982) und der Neubau einer größeren Turnhalle (geplant 1985), würden nach ihrer Fertigstellung Engpässe in der Stundenplan- und Unterrichtsgestaltung beseitigen helfen für alle im Ort liegenden Schulen.
Die Berger Schulen werden in den kommenden Jahren ihre spezifischen Bildungsaufträge, den Kindern der Gemeinde solide Grundkenntnisse zu vermitteln und die Jugendlichen aus dem über die Gemeindegrenzen hinausreichenden Einzugsbereich der Haupt- und Realschule an die mit unterschiedlichen Berechtigungen verbundenen Abschlüsse der Sekundarstufe I heranzuführen, unter günstigeren Bedingungen erfüllen können als früher. Einer wesentlich geringeren Schülerzahl, bedingt durch den drastischen Geburtenrückgang, stehen nun überall im Lande ausgebildete Pädagogen aller Lehrämter in mehr als ausreichender Anzahl gegenüber. Das numerische Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern hatte sich in den letzten Jahren schon positiv verändert. Mußten in den 60er Jahren noch Klassen mit mehr als 40 Schülern unterrichtet werden, so waren es in den 70er Jahren nur noch über 30 Schüler pro Klasse. Heute haben in Berge die Hauptschulklassen im Durchschnitt 19 Schüler und die Realschulklassen 23 Schüler; an den Grundschulen sind die Durchschnittswerte noch geringer. Die wesentlich niedrigeren Klassenfrequenzen bieten eine bisher noch nicht dagewesene Chance für eine erfolgversprechende pädagogische Arbeit.
Die Geschichte der Berger Schulen zeigt, daß immer, wenn reges Interesse bestimmter Bevölkerungsgruppen am geistigen Fortkommen ihrer Kinder und politisches Gespür und Geschick der jeweiligen Repräsentanten sich ergänzen konnten, die Bemühungen auch meist nicht ohne Erfolg blieben, d.h. zur Gründung der angestrebten Schule führten oder zur substantiellen Erhaltung einer bereits geschaffenen schulischen Einrichtung beitrugen. Letzteres ist besonders am Bestreben, in Berge einen mittleren Bildungsabschluß (mittlere Reife - Realschulabschluß - Sekundarabschlüsse I) vorzuhalten, zu erkennen. Die Sicherung der unter vielen Mühen geschaffenen Mittelschuleinrichtungen, bzw. der Realschule in Berge, wäre aber nicht denkbar, das soll auch gesagt werden, ohne das Engagement derjenigen Lehrer, die sich für diese Schulform noch einsetzten als man „höheren Orts" und in manchem Lehrerverband von den kleineren Schulen nichts mehr hielt und das „gegliederte Schulwesen“ in Frage stellte. Heute, in einer Zeit, in der man den pädagogischen Wert der kleinen überschaubaren Schulen wieder schätzt, zeigt sich, daß das Durchhalten sich für Berge gelohnt hat.
Mögen sich auch in Zukunft in der ganzen Gemeinde Berge immer wieder genügend Bürger finden, die sich mit dem notwendigen Geschick und Engagement für ihre Schulen einsetzen, damit sie als Angebot und Regelschulen für die nahe der Nordwestgrenze unseres Landkreises wohnende Bevölkerung und als wesentliche Träger des Kulturlebens erhalten bleiben.

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