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Entkusseln – ein sinnvolles Umweltprojekt

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Die Schüler/innen der 7b beim Entkusseln Die Schüler/innen der 7b beim Entkusseln
Auch die Klassenlehrerin Fr. Jäger entkusselt Auch die Klassenlehrerin Fr. Jäger entkusselt
Fachkundig informiert Udo Hafferkamp Fachkundig informiert Udo Hafferkamp
Mithilfe durch den Rotary Club Bersenbrück Altkreis Mithilfe durch den Rotary Club Bersenbrück Altkreis
Es ist eine erfolgreiche Kooperation der OBS Berge mit Rotary und dem Landkreis: Zum neunten Mal entkusselten am 03.03.2017 Rotarier des RC Bersenbrück Altkreis mit Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs unter Federführung der unteren Naturschutzbehörde das Hahlener Moor.

Beim Entkusseln wird das Hochmoor von kleinen Birken- und Kiefernsträuchern befreit. Sogenannte „Waldteufel“ helfen den fleißigen Umweltschützern dabei, die Sträucher möglichst weit unten abzuschneiden. Den Sinn erläuterte in der Frühstückspause Udo Hafferkamp, lange Jahre Naturschutzbeauftragter des Landkreises und Mitglied im Rotary Club: Eine ausgewachsene Birke entzieht dem Moor täglich bis zu 400 Liter Wasser. Da Birken schnell wachsen und sich rasant verbreiten, bedeutet das eine große Gefahr für das Moor. Damit es nicht zur Austrocknung kommt, machen sich seit vielen Jahren Schüler/innen aus dem 7. Jahrgang mit ihren Klassenlehrer/innen und dem Schulleiter Gerd Beckmann auf ins Hahlener Moor. Mit den von den Rotariern gesponserten Geräten wird den Birken und Kiefern zu Leibe gerückt. Markus Rolf, Leiter der unteren Naturschutzbehörde, und seine Mitarbeiterin Marlies Schulz, die seit Beginn der Entkusselungsaktion dabei ist, begleiten das Projekt fachlich. Sie freuen sich, dass diese Entkusselung nun schon seit vielen Jahren durchgeführt und im Biologieunterricht vorbereitet wird. So können die Schüler/innen die Bedeutung eines Moores richtig einschätzen.

Die Schüler/innen entkusselten gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Helena Jäger mit viel Fleiß und Akribie und wurden von drei Austauschschülern unterstützt, die vom Rotary Club unter der Regie von Susanne Hormes betreut werden. Für die Jugendlichen aus Übersee war das Entkusseln eine ganz neue und spannende Erfahrung. Sie erfuhren, dass dieses einmalige Naturschutzgebiet nicht nur vielen Artländern als Oase der Erholung dient, sondern auch einen großen ökologischen Nutzen erfüllt. Hier konnten sich nach Gehölzentnahme und Wiedervernässung typische Moor-Lebensräume erhalten bzw. wiederentwickeln, die zahlreichen bestandsbedrohten Tier- und Pflanzenarten Rückzugsmöglichkeiten bieten. Das Naturschutzgebiet ist Teil des FFH-Gebietes 052 „Hahnenmoor, Hahlener Moor, Suddenmoor" und damit Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Nach getaner Arbeit lud die Schülerfirma der Oberschule zu einer leckeren Suppe ein und es blieb noch genügend Zeit zum Fachsimpeln.

by G. Beckmann — last modified 24.06.2017 19:54 Uhr

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