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Ressourcenorientierte Eignungsfeststellung an Hauptschulen

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Eignungsfeststellung Eignungsfeststellung
Die Haupt- und realschule Berge nimmt als eine von 2 Modellschulen am Modellprojekt "Ressourcenorientierte Eignungsfeststellung an Hauptschulen" der MaßArbeit kAöR in Kooperation mit dem BNW teil. Ein Lehrerteam ist intensiv für diese Aufgabe geschult worden und führt das Verfahren im Herbst 2006 durch.

1.    Kurzbeschreibung des Projekts

Die ressourcenorientierte Eignungsfeststellung ist eine präventive Maßnahme in Schule, um den Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung zu fördern. Das Projekt soll modellhaft mit dem achtem Jahrgang aus Hauptschulen im nördlichen Landkreis Osnabrück durchgeführt werden. Es dient als Vorbereitung auf die intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Berufsorientierung und Berufsvorbereitung in den Abschlussklassen.

Nach einer intensiven Schulung der Lehrkräfte sollen diese gemeinsam mit außerschulischen Partnern des Pro-Aktiv-Centers und in der Schule ansässigen SozialpädagogInnen die Fähigkeiten in den Bereichen schulisches Wissen und soziale Kompetenzen ermitteln und Umweltfaktoren wie soziales und familiäres Umfeld, Mobilität, etc. einbeziehen. Die Ergebnisse werden in Form eines individuell zugeschnittenen Förderplans als Ausgangslage für die weitere Berufswegplanung der Jugendlichen genutzt. Je nach individuellem Bedarf wird den SchülerInnen in einer zweiten Phase die Teilnahme an Fördermodulen ermöglicht, die von Schule, dem Pro-Aktiv-Center Jugendberufshilfe oder freien Trägern angeboten werden.

Durch die ressourcenorientierte Eignungsfeststellung wird eine gute Ausgangsposition für die weitere Berufswegplanung geschaffen. Die SchülerInnen bekommen ein genaueres Bild über ihre Fähigleiten und Kenntnisse und die Lehrkräfte und andere außerschulische Partner wie das Pro-Aktiv-Center oder die Berufsberatung können die SchülerInnen bei der weiteren Berufswegplanung effektiver begleiten und zielgerichteter in Ausbildungsbetriebe vermitteln, da konkretere Angaben über Fähigkeiten und Defizite bei den SchülerInnen vorliegen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zu diesem Zeitpunkt der Schullaufbahn festgestellte Potenziale zu fördern und mögliche Defizite zu beheben und somit die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen.

Das Modellprojekt ist von der MaßArbeit in Kooperation mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft entwickelt worden und wird in Zusammenarbeit mit den Schulen, den sozialpädagogischen Fachkräften an den Schulen, dem Pro-Aktiv-Center, dem PRINT-Projekt und dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW)  durchgeführt.


2.    Ausgangssituation

SchülerInnen der 8. Klassen befinden sich in einer Lebensphase, in der das Ende der Schulzeit – und damit der Eintritt in das Berufsleben – bereits absehbar ist. Die wenigsten haben zu diesem Zeitpunkt eine klare oder gar realistische Vorstellung davon, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll. Häufig verschließen sich die SchülerInnen  auch in der Abschlussklasse dem Thema Berufswahl mit der Konsequenz, dass sie nach ihrem Abschluss eher die Warteschleife über den weiteren Schulbesuch an der Berufsbildenden Schule wählen oder sich für einen falschen oder unrealistischen Beruf entscheiden.

Den Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften an den Schulen begegnet diese Problematik täglich. Die MitarbeiterInnen des Pro-Aktiv-Centers sehen dieses Phänomen in ihrer  Beratung- und Projektarbeit an den Schulen bestätigt.

Hinzu kommt, dass die SchülerInnen zu wenig über ihre Stärken und Fähigkeiten wissen, um eine optimale Berufsvorstellung zu entwickeln.  Den Lehrkräften fehlen Instrumente, um mehr über soziale Kompetenzen oder das persönliche Umfeld ihrer SchülerInnen zu erfahren. Schulische Arbeit ist häufig nicht darauf ausgerichtet, soziale Kompetenzen oder Fähigkeiten methodisch  zu ermitteln oder Instrumente einzusetzen, die ein ganzheitliches Bild des Schülers/der Schülerin vermitteln. Es ist aber notwendig, ein differenziertes Bild über den Jugendlichen zu bekommen, um die weiteren Instrumente der schulischen Berufsorientierung gezielt einzusetzen und gleichzeitig eine fundierte Ausgangslage für die außerschulische Begleitung benachteiligter Jugendlicher durch das Pro-Aktiv-Center oder die Berufsberatung zu erhalten. Gerade für Jugendliche, die aufgrund ihrer schulischen Leistungen einen schwachen oder gar keinen Hauptschulabschluss bekommen und durch Schulmüdigkeit auffallen, ist es wichtig, sich der eigenen Fähigkeiten und Begabungen bewusst zu werden.

3.    Zielsetzung

Die Eignungsfeststellung soll

  • die Grundlage für eine passgenauere Berufswegplanung der SchülerInnen bilden und somit

  • die Chancen der SchülerInnen auf dem regionalen Arbeitsmarkt erhöhen,

  • Potenziale ermitteln,

  • mögliche Förderbedarfe feststellen, die in Förderplänen münden, die von Schule und Pro-Aktiv-Center erarbeitet werden,

  • mögliche festgestellte Defizite frühzeitig in Schule beheben oder ggf. gezielt mit den MitarbeiterInnen des Pro-Aktiv-Center bearbeiten

  • den Lehrkräften, den sozialpädagogischen Fachkräften an den Schulen und den MitarbeiterInnen des Pro-Aktiv-Centers als Beratungsgrundlage dienen,

  • bei der passgenaueren Vermittlung in Praktika und Ausbildung unterstützen,

  • SchülerInnen, Lehrkräfte und Eltern für die Berufswegplanung aktivieren

  • den Lehrkräften Instrumente an die Hand geben, die ihre schulpädagogische Arbeit ergänzen

  • ein fester Bestandteil des Schulprogramms im Rahmen der Berufswegplanung mit den SchülerInnen werden.

Die Eignungsfeststellung ist somit ein Instrument in Schule, um den aktuellen Eignungsstand der Jugendlichen festzustellen und bildet die Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Berufswegplanung.

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by Admin last modified 07.01.2007 22:37 Uhr

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